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Wer ist PRO ASYL?

PRO ASYL ist eine unabhängige Menschenrechtsorganisation, die sich für die Rechte verfolgter Menschen in Deutschland und Europa einsetzt. Die Organisation betreibt Öffentlichkeitsarbeit, unterstützt lokale Initiativgruppen und unterstützt Flüchtlinge in ihren Asylverfahren, leistet also auch konkrete Einzelfallhilfe. PRO ASYL dokumentiert Menschenrechtsverletzungen an Europas Außengrenzen und kämpft gegen Europas unmenschliche Flüchtlingspolitik.

Warum unterstützen Radio Havanna Pro Asyl?

Deutschland im Winter 2015: In zahlreichen deutschen Städten gehen jeden Montag zehntausende Menschen auf die Straße, um über eine vermeintliche Islamisierung zu schwadronieren und generell gegen den Zuzug von Flüchtlingen zu hetzen. Gleichzeitig feiert die rassistische AfD Erfolge bei den Wahlen in Sachsen, Thüringen, Brandenburg und bei der Europawahl. Doch es bleibt nicht bei Demos und Kreuzen auf dem Wahlzettel: Im Jahr 2014 kam es zu 153 Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte, viele davon waren Brandanschläge. 77 mal wurden Flüchtlinge tätlich angegriffen. So entsteht für Flüchtlinge in Deutschland ein Klima der Angst, dass wir nicht hinnehmen wollen. Wie die vielen vielen Zehntausend Gegendemonstranten, die sich Woche für Woche in deutschen Innenstädten einfinden, wollen auch wir erklären: Wir sind solidarisch mit den Flüchtlingen! Schluss mit rassistischer Hetze und Gewalt!

Was ist so schlecht an der europäischen Flüchtlingspolitik?

Am 3. Oktober 2013 starben 366 Menschen, als ihr Boot vor Lampedusa sank. Viele Politiker zeigten sich betroffen, an der europäischen Flüchtlingspolitik hat sich aber nichts geändert. Diese Menschen wählen den gefährlichen Weg über das Mittelmeer, weil Europa seine Grenzen mehr und mehr abschottet. Wer es doch nach Europa schafft, hat häufig nur die Wahl zwischen einem Leben in Obdachlosigkeit und Illegalität oder den Mühlen der europäischen Bürokratie, in denen sie wie Frachtgut hin- und hergeschoben werden und ihre Tage in Abschiebehaft fristen müssen. Auf diese Weise werden Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Armut zu uns fliehen, ausgegrenzt, erniedrigt oder sie ersaufen schlicht an Europas Außengrenzen. Das ist das genaue Gegenteil einer menschenwürdigen Flüchtlingspolitik.

Es gibt doch aber auch Leute, die nur aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kommen. Sollten die nicht wieder gehen müssen?

Wir lehnen die Unterscheidung zwischen "echten" Flüchtlingen und "Wirtschaftsflüchtlingen" ab. Wir halten die Frage, ob Migranten Deutschland etwas "nützen" und damit verbundene Zahlenspiele für rassistisch. Das Recht, die Welt zu bereisen und ihren Wohn- oder Aufenthaltsort frei zu wählen, nehmen sich Europäer Tag für Tag heraus. So wie es egal ist, ob wir zum Urlaub machen oder zum Arbeiten irgendwohin reisen, so egal sollten uns die Motive der Leute sein, die zu uns kommen. Sie sollten schlicht als Menschen unter Menschen behandelt werden.